SANIERUNG

Was kostet eine Dachbodendämmung?

Die Kosten für eine Dachbodendämmung liegen zwischen 15 und 60 € pro m2. Wir erklären Ihnen, wie sich diese Kosten aufteilen und wie sie entstehen.

Dachbodendämmung auf der Decke
Kurzüberblick

Das kostet eine Dachbodendämmung

  • Bei einer begehbaren Dämmung und einer Dämmdicke von 20 cm müssen Sie mit etwa 30 bis 60 €/m2 rechnen.
  • Bei einer nicht begehbaren Dämmung mit etwa 15 – 45 €/m2.

Dieser Artikel beschäftigt sich ausschließlich mit der Dämmung der obersten Geschossdecke. Erfahren Sie hier, was eine Dachdämmung kostet.

Die Kosten für eine Dachbodendämmung sind abhängig von der Dämmart.

Ein Dachboden wird mit einer Einblasdämmung gedämmt
Die Dachbodendämmung eines Daches

Alle Kosten für eine Dachbodendämmung im Überblick

Dämmart
Kosten pro m2
Gesamt (60m2)
Nicht begehbare Dämmung der Geschossdecke, 20 cm Stärke
25 – 45 €
1.500 – 2.700 €
Begehbare Dämmung der Geschossdecke, 20 cm Stärke
40 – 60 €
2.400 – 3.600 €
Einblasdämmung
15 – 30 €
900 – 1.800 €
Dämmung von unten
35 – 60 €
2.100 – 3.600 €

Die Dämmung von oben

(z.B. Schüttdämmung)

Bei einer Dämmung von oben wird die Dämmschicht auf die bestehende Decke gelegt. 

  • Eignet sich sowohl bei Betondecken als auch bei Holzbalkendecken.
  • Bei einem nicht begehbaren Aufbau kann man mit 15 – 30 €/m2 rechnen.
  • Die begehbare Geschossdeckendämmung kostet Sie etwa 30 – 60 Euro/m2.

Die Dämmung im Inneren einer Holzbalkendecke

(Einblasdämmung)

Bei der Einblasdämmung werden flockige Dämmstoffe unter hohem Druck in die Zwischenräume einer Holzbalkendecke eingeblasen.

  • Bei vielen Altbauten gibt es zwischen den Balken einen Hohlraum, den Sie zum Dämmen nutzen können.
  • Die Kosten belaufen sich auf 15 – 30 Euro/m2.

Die Dämmung von unten

(an der Decke des Wohnraums)

Die Dämmung von unten besteht aus einer neu eingezogenen Unterdecke aus Holz oder Trockenbauelementen, die mit Dämmmatten oder einer Einblasdämmung versehen wird.

  • Unterkonstruktion, Deckenbelag und Dämmmaterial werden benötigt.
  • Kosten von 35 – 60 €/m2.

Kosten-Beispiele

Wir veranschaulichen Ihnen die möglichen Kosten für eine Dachbodendämmung anhand dieser 3 Beispiele.

Einblasdämmung ab 15€/m2

Ein altes Dach hat eine Holzbalkendecke. Der Zwischenraum zwischen den Balken lässt mit einer Einblasdämmung füllen. Die ist schnell erledigt, kann aber nicht in Eigenregie erfolgen.

Ungenutzter Dachboden wird gedämmt ab 25€/m2

Bei einem Einfamilienhaus wird der Dachboden nicht als Wohn- oder Stauraum genutzt. In diesem Fall reicht eine einfache Ausführung der Dämmung – das spart deutlich Kosten.

Genutzter Dachboden ab 40€ pro m2

Ein Dachboden soll nicht als Wohnraum, aber als Stauraum genutzt werden. Dafür ist eine begehbare Dämmung der obersten Geschossdecke nötig. Dadurch sind die Kosten für das Material etwas höher.

Finanzierung Ihrer Dachbodendämmung

Baufinanzierung 

Mit einem Modernisierungskredit können Sie eine neue Dachbodendämmung finanzieren. Sie profitieren von den momentan günstigen Zinsen.

Förderungen von der KfW sichern

  • Die Kreditbank für Wiederaufbau (KfW) belohnt eine Investition in die Dachbodendämmung mit Förderungen oder günstigen Krediten.
  • Der KfW-Zuschuss 430 kommt ab Mindestkosten von 3.000 € in Frage.
  • Gefördert werden hier 10 % der Sanierungskosten, maximal 5.000 €.
  • Die KfW schreibt einen Energieberater vor, bezuschusst ihn aber ebenfalls.

Unter Umständen ist auch eine regionale Förderung möglich.

Auch viele Dachdecker bieten eine Energieberatung an.

Kosten sparen bei der Dachbodendämmung – Arbeiten in Eigenregie

Sind Sie ein geschickter Handwerker? Dann können Sie Ihren Dachboden selbst dämmen und die Kosten für den Handwerker sparen. 

Beachten Sie dabei aber die folgenden Punkte:

  • Eine Einblasdämmung kann nicht in Eigenregie erfolgen. Denn hierfür ist die Anschaffung von teuren Geräten nötig.
  • Sie sollten Förderungsprogramme beachten und im Vorfeld beantragen.
  • Bei Dämmungen in Eigenleistung muss man für entstandene Schäden komplett selbst aufkommen.
  • Bei Eigenleistung sind nur die Materialkosten förderfähig.
  • Wer kein Förderungsprogramm in Anspruch nimmt und die Immobilie anschließend vermietet, kann die Handwerker-Kosten bei der Steuer geltend machen.